Schul­neu­bau in inner­städ­ti­scher Baulü­cke

Auftrag­ge­ber

Hoch­bau­amt Nürn­berg

Bauzeit­raum / Baujahr

2023–2024

Leis­tungs­be­reich

Baugrund­un­ter­su­chung, Geotech­ni­scher Bericht, abfall­recht­li­che Unter­su­chun­gen, Bauüber­wa­chung, Tragwerks­planung

Grün­dung auf ehema­li­gem Fluss­bett

Das Schul­grund­stück befin­det sich in der Nürn­ber­ger Innen­stadt – im Bereich einer alten Fluss­win­dung der Pegnitz. Dieses Terrain wurde im Zuge der Indus­tria­li­sie­rung groß­flä­chig mit Bauschutt und Abraum verfüllt. Die geotech­ni­sche Unter­su­chung bestä­tigte Auffül­lun­gen von 5 bis 10 Metern Mäch­tig­keit mit gerin­gen Trag­fä­hig­kei­ten.

Für das geplante fünf­ge­schos­sige Schul­ge­bäude war daher eine Tief­grün­dung erfor­der­lich, um die Bauwerks­las­ten sicher in den tiefer liegen­den Cobur­ger Sand­stein abzu­lei­ten.

Tief­grün­dung mit varia­bler Pfahl­länge

Die Last­ab­tra­gung des Schul­neu­baus erfolgte über Bohr­pfähle mit Tiefen zwischen 9 und 12 Metern – ange­passt an die lokal vari­ie­ren­den Auffül­lungs­mäch­tig­kei­ten. Die Bohr­ar­bei­ten fanden unter beeng­ten inner­städ­ti­schen Bedin­gun­gen in einer schma­len Baulü­cke statt.

Präzise Planung und enge Abstim­mung mit allen Projekt­be­tei­lig­ten waren Voraus­set­zung für die termin­ge­rechte Umset­zung der Spezi­al­tief­bau­maß­nah­men.

Kombi­na­tion aus Massiv- und Modul­bau­weise

Das Keller­ge­schoss wurde in Stahl­be­ton errich­tet, während die darüber liegen­den Etagen in Modul­fer­tig­bau­weise mit vorge­fer­tig­ten Contai­nern reali­siert wurden.

Der Massiv­bau im Keller­ge­schoss bildete aus statisch-geotech­­ni­­scher Sicht einen stabi­len Unter­bau und schuf die Voraus­set­zung für die zügige und wirt­schaft­li­che  Umset­zung des Ober­ge­schos­ses in Modul­bau­weise.